Rezensent: TailHappyTV (Vereinigte Staaten)
1. Über den Rezensenten
TailHappyTV ist ein YouTube-Kanal, der sich auf reale E-Bike-Tests mit einem leistungsorientierten Ansatz konzentriert: Auspacken und Spezifikationen, Wiegen, Bergfahrten, Beschleunigung, Offroad- und Strandfahrten, Bremsen und Reichweite – dann ein Urteil, ob das Fahrrad „den Preis wert“ ist. In dieser Episode wird das HC26 als Fatbike mit Vollfederung und Allradantrieb, das als relativ erschwingliche Option mit Doppelmotor vermarktet wird, für etwa 1.599 US-Dollar vorgestellt. Am Testtag war der Fahrer etwa 1,96 m (6′5″) groß und wog 90 kg (200 lb); die Ergebnisse sollten unter Berücksichtigung dieser Körpergröße gelesen werden.

2. Auspacken & Spezifikationen
Antrieb & Batterie
Das HC26 verwendet vordere und hintere Nabenmotoren: vorne etwa 750W Dauerleistung (1.000W Spitze) und hinten 1.000W Dauerleistung (1.500W Spitze) in einem 48V System. Die Spitzenleistung hängt auch vom Controllerstrom und der Entladefähigkeit der Batterie ab. Die Batterie hat 48V / 30Ah (etwa 1.440Wh) und ist mit einem Tragegriff abnehmbar; der Akku allein wiegt etwa 7,4 kg. Das Standardladegerät liefert etwa 3A, sodass eine vollständige Ladung von leerem Zustand etwa 10 Stunden dauert.
Rahmen & Federung
Es handelt sich um ein 26×4 Fatbike mit Vollfederung. Die Vorderradgabel hat ein Doppelbrücken-Design mit goldfarbenen Standrohren: Druckstufeneinstellung rechts, kaum bis keine Einstellbarkeit links. Der hintere Dämpfer ist sehr einfach, mit fast keinen Abstimmungsmöglichkeiten. Die Oberfläche umfasst eine Carbon-Optik-Lackierung und Kupfer-/Roségold-Akzente; der Rezensent merkt an, dass es sich bei diesem Preis nicht um echte Kohlefaser handelt – nur um eine Nachbildung der Optik.
Bremsen, Antrieb & Cockpit
Die Bremsen sind hydraulische Vierkolbenbremsen, mit einer 160mm Bremsscheibe vorne und einer 180mm Bremsscheibe hinten. Der Rezensent merkt an, dass Hochleistungs-Zwei- und Vierradfahrzeuge die größere Bremsscheibe normalerweise vorne anbringen, da etwa 60–70% der Bremskraft auf dem Vorderrad wirken, daher ist er skeptisch gegenüber der Anordnung „kleiner vorne / größer hinten“. Der Antrieb ist eine 7-Gang-Shimano Kassette (etwa 14–28T) mit einem Schaltwerk auf TZ-Niveau, plus einem Gashebel mit Vierteldrehung rechts. Der Vorbau ist höhenverstellbar; Griffe und Hebel sind hydraulische Einsteiger-Kits. Es gibt ein Farbdisplay und USB-C an der Unterseite. Der Sattel hat ein eigenes kleines batteriebetriebenes Blinklicht; es gibt kein richtiges Rücklicht – nur einen Reflektor. Ein Gepäckträger ist teilweise vorinstalliert, zusammen mit Spiegeln, einer Handyhalterung, Satteltaschen, einem Kabelschloss und mehr – mehr Zubehör als bei vielen Fahrrädern in dieser Preisklasse.
Passform & Gefühl
Mit voll ausgefahrener Sattelstütze kann ein 196 cm großer Fahrer noch gerade so zurechtkommen; die Sattelstütze lässt sich auch ziemlich weit absenken. Pedale und Kurbelarme sind aus Metall, mit einem etwas altmodischen Grafikstil. Das Vorderrad verwendet eine einfache Schraubachse. Gesamteindruck: auf dem Papier gut ausgestattet, aber Materialien und Federung sind eindeutig „gut genug“, nicht Premium.
3. On-Road- & Off-Road-Tests
Motor-Modi & Unterstützungslogik
Das Display kann zwischen Frontantrieb, Dual-Motor und keinem Motor umschalten (über langes Drücken der entsprechenden Taste). Die Unterstützung erfolgt über einen Trittfrequenzsensor, nicht über einen Drehmomentsensor: Wie stark man in die Pedale tritt, verändert die Leistung kaum; jede Unterstützungsstufe legt mehr oder weniger eine feste Leistungs-/Geschwindigkeitsobergrenze fest. Es gibt etwa 5 Unterstützungsstufen. In Stufe 0 (keine Unterstützung) ist das Fahrrad schwer genug, dass das Treten ohne Unterstützung auf ebenem Gelände nur etwa 6–8 km/h erreicht. Grobe Geschwindigkeitsbereiche der Unterstützung: Stufe 1 ≈ 18 km/h, Stufe 2 ≈ 22 km/h, Stufe 3 ≈ 30 km/h; Gas bei hoher Unterstützung hält sich bei etwa 37 km/h, und reiner Gasbetrieb erreicht maximal etwa 45 km/h. Der Rezensent meint, dass ein 48V-System mit Einstellungen etwa 53 km/h erreichen könnte, aber nicht viel mehr.
Klettern & Beschleunigung
Bei einer Steigung von etwa 20%: Nur hinten mit Vollgas kann das Fahrrad hochziehen; nur vorne ist sowohl bei Traktion als auch beim Antrieb deutlich schwächer; Doppelmotor schafft es leicht. 0–32 km/h mit Doppelmotor fühlt sich „ziemlich flott“ an; der Bordtacho hatte kurzzeitig eine Störung, später mit GPS überprüft. Auf dem California Incline (etwa 12%, ~26 m Steigung), Doppelmotor, fast kein Treten, ~90 kg Fahrer: etwa 39–40 km/h. Auf spiralförmigen Abschnitten ließ der Doppelmotor das Vorderrad nicht offensichtlich durchdrehen, aber die Lenkung fühlt sich etwas träger an als nur hinten, mit weniger Agilität.
Off-Road & Strand
26×4 + Doppelmotor ist, wo dieses Fahrrad glänzt. Etwa 1,4 bar bevorzugt die Reichweite; für Sand kann man auf etwa 0,55 bar reduzieren, um mehr Grip zu erhalten, jedoch mit deutlichen Kosten für die Reichweite. Auf weichem Sand und Seitenhängen greift das Stollenprofil gut und der Schub ist stark. Kurze Vollgas-Sandfahrten zeigten keine offensichtliche Motor- oder Controllerüberhitzung. Im Vergleich zu einem 20″-Doppelmotor-Fahrrad eines Passanten: Kleinere Räder fühlen sich drehmomentstärker und druckvoller an; 26″ rollt sanfter über Unebenheiten und Spurrillen. Dieses Fahrrad ist nicht faltbar und kein Tiefeinsteiger, daher ist das Aufsteigen weniger bequem als bei einem Tiefeinsteigerrahmen.
Beleuchtung & Bremsen
Der Scheinwerfer ist nur durchschnittlich; das Heck ist nachts fast unbeleuchtet – hauptsächlich das Sattelblinklicht und der Reflektor. Bei Bergab-Bremstests fühlen sich die Hydraulikbremsen sanft und „ausreichend“ an – besser als einige billige Scheibenbremsen, aber nicht Spitzenklasse, und nichts, worauf man sich bei Panikbremsungen aus hoher Geschwindigkeit auf sehr kurzer Distanz verlassen sollte.
Reichweitenbeispiel
An einem Tag, an dem hauptsächlich mit Gas / Doppelmotor und wenig Treten gefahren wurde, zeigte das Display nach etwa 27 Kilometern, ~15 Minuten Fahrzeit und einem Durchschnitt von ~21,4 km/h immer noch etwa 6 Balken an. Der Rezensent sieht dies als Zeichen dafür, dass dieser 48V 30Ah Akku gut ist, wenn man eine Weile sportlich fahren möchte und noch Saft übrig hat; ein wesentlich größerer Akku würde viel Gewicht hinzufügen, und für ihn fühlt sich dieser Akku bereits „groß genug“ an.
4. Vor- & Nachteile
Vorteile (laut Rezensent)
- Für rund 1.600 US-Dollar bieten Doppelmotoren + ein großer Akku ein starkes Leistungs-/Reichweitenverhältnis
- Traktion und Schub auf weichem Untergrund und Strandsand sind die Kernstärken
- Hydraulische Bremsen sind für den Alltag in Ordnung, mit gutem Hebelgefühl
- Ziemlich komplettes Zubehörset (Gepäckträger, Taschen, Spiegel, Handyhalterung, Schloss usw.)
- Großer Akku unterstützt längere Fahrten mit hoher Leistung, ohne schnell zu entladen
Nachteile (laut Rezensent)
- Relativ schwer, mit weniger agilem Handling – besonders mit den hohen 26×4 Rädern
- Die Trittfrequenzunterstützung fühlt sich wie „feste Geschwindigkeitsbereiche“ an, weniger natürlich als ein Drehmomentsensor
- Beleuchtung ist schwach (besonders hinten)
- Nicht faltbar; größere Fahrer finden es auch weniger bequem, aufzusteigen als bei einem Tiefeinsteiger
- „Carbonfaser“ ist nur kosmetisch
5. Gesamtbewertung
In der Darstellung von TailHappyTV ist das HC26 kein Fahrrad, das für ausgefeiltes Handling oder High-End-Federung gebaut wurde. Es ist eine leistungsorientierte Budgetmaschine, die Doppelmotorantrieb und einen großen Akku für Schub, Sandtauglichkeit und Reichweitenreserve bietet. Bei einem Listenpreis von etwa 1.600 US-Dollar findet der Rezensent es weitgehend kaufenswert – wenn man speziell eine Offroad-/Strandtauglichkeit mit Doppelmotor-Fatbike und Batteriekapazität wünscht und mit dem Gewicht, der einfachen Federung und der Einsteiger-Elektronik/Bremsen leben kann. Wenn Sie leichtes, schnelles Lenken, Faltbarkeit, das Fahrgefühl eines Drehmomentsensors oder eine starke Nachtbeleuchtung bevorzugen, ist dieses Fahrrad eine schlechte Wahl.






































